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GUTE ARBEIT

Jusos besuchen Wirtschaftsunternehmen der Region

Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung informierte Siegfried Wölz die Jusos des Landkreises Dillingen über die Entwicklung des 1975 von ihm gegründeten Stahl- und Metallbaubetriebs. Der Betrieb wird heute in 2. Generation durch die Inhaber Siegfried und Boris Wölz geführt. Die florierende Gundelfinger Firma mit derzeit 90 qualifizierten Mitarbeitern ist bundesweit, hauptsächlich jedoch im süddeutschen Raum tätig.

Äußeres Zeichen für das erfolgreiche Unternehmen ist die neue Produktionshalle auf dem Gelände,,die vor kurzem in Betrieb genommen wurde. Jetzt gebe es auch endlich Platz, den Stahlbau zu forcieren, der in die neue Halle eingezogen ist. Die Verhältnisse seien vor dem Bau der Halle doch beengt gewesen, meint Siegfried Wölz.
Wölz lobt den Einsatz seiner Mitarbeiter: “Wegen der Aufträge mussten die Leute permanent Überstunden machen. Doch ihre Einsatzbereitschaft war vorbildlich.” Die familiäre Atmosphäre im Unternehmen sei für ein Gelingen der Aufgaben sehr wichtig.
Die Betriebsübergabe an den jüngsten Sohn ist im Hause bereits erfolgt. Boris Wölz hält 80 Prozent der Firma, Siegfried Wölz 20, die Geschwister wurden ausgezahlt, zwei arbeiten in der Firma mit. “Ich bin stolz darauf, dass meine Kinder alle ein super Verhältnis zueinander haben und dass es zwischen ihnen keinen Machtkampf gibt”, freut sich Siegfried Wölz. Er könnte stolz darauf sein, wie ihm das gelungen ist.
In der abschließenden Gesprächsrunde bedankten sich die beiden Juso-Vorsitzenden Alexander Baumgärtner und Felicitas Söhner für die beeindruckende Führung durch das Firmengelände und lobten das Engagement der Firma Wölz für den Kontakt zwischen Wirtschaft und Politik.

Blockade der Union beim Schutz der Briefzusteller vor Lohndumping

Enttäuschung bei der SPD über den Wortbruch der Kanzlerin Angela Merkel beim Thema Mindestlohn für Briefzusteller. Trotz vorheriger Zusagen der Kanzlerin zu diesem Thema führten die abschließenden Verhandlungen, am vergangenen Sonntag, im Koalitionsaussschus in die Lehre. Die Union weigert sich den von der POST und VERDI beschlossenen Tarifvertrag zu akzeptieren und somit die Postdienstleister ins Entsendegesetz mit aufzunehmen.
Somit wird zum 1. Januar das Briefmonopol ohne Schutz der Angestellten vor Lohndumping fallen. Der Vorsitzende Beck zeigte sich aber zuversichtlich, dass noch nicht alle Türen zugefallen sind und es vermutlich noch eine Chance zur Einigung gibt.


Erhöhung des BaföG

Viele haben es nicht mehr für möglich gehalten, andere haben sich mit der Situation abgefunden. Doch gegen den Widerstand von CDU/CSU hat sich die SPD am Samstag durchgesetzt. Zum Wintersemester 2008 werden die Bedarfssätze um 10% erhöht und die Freibeträge um 8%. Dies sorgt für eine Verbesserung der Chancengleichheit für junge Frauen und Männer, die durch Studiengebühren stark verringert wurden. Unsere Studierendenanfängerquote liegt mit rund 37 Prozent unterhalb des OECD-Durschschnitt. Um mehr für ein Studium zu begeistern brauchen wir gerechtere Chancen und keine Studiengebühren die eine unnötige Belastung darstellen.

Keine Bildungspolitik nach Kassenlage

Beim gestrigen Treffen des Juso-Kreisverbandes in Dillingen ging es um das Thema “Büchergeld und Bildung in Bayern”. Stellvertretende Vorsitzende Felicitas Söhner ging dabei auf die aktuelle Problematik des Büchergeldes ein: “Für viele Eltern ist der Schuljahresbeginn eine finanzielle Herausforderung. Nicht nur Schultaschen, Unterrichtsmaterial, Hefte und Stifte müssen gekauft werden. Auch das von der Staatsregierung eingeführte Büchergeld wird in diesen Tagen eingesammelt.” Der SPD-Nachwuchs forderte einstimmig, nicht erst im kommenden Jahr, sondern bereits jetzt das Büchergeld abzuschaffen. Es sei eine Ohrfeige für die Eltern, wenn sie noch ein weiteres Jahr mit dem Büchergeld zur Kasse gebeten werden.

Die Jungsozialisten betonten, dass Bildung in unserem Land immer teurer wird und die finanzielle Belastung der Eltern mittlerweile eine echte Bildungshürde darstellt. “Die zusätzlichen hohen Gebühren für den Besuch von Kindertagesstätten und erforderliche Nachhilfestunden werden dann noch gekrönt durch Studiengebühren”, so der Vorsitzende der Jusos Gundelfingen Robert Schadl. “Eltern in Bayern, die kein finanzielles Polster oder nur ein niedriges Einkommen haben, können sich eine gute Ausbildung für ihre Kinder kaum noch leisten”, merkte Mirjam Steiner hierzu an.

Zentrales Anliegen der Politik sollten jedoch gerechte Bildungschancen für alle Kinder sein, unabhängig von der sozialen Stellung der Eltern. Jan Waschke stellte hier eine berechtigte Frage:”Ist es denn gerecht, dass Bildung in Bayern ganz wesentlich vom Geldbeutel der Eltern abhängt?” Diese soziale Ungerechtigkeit müsse endlich abgeschafft werden, forderte Söhner. Resümee des Abends: “Es muss endlich Schluss sein mit der Bildung nach Kassenlage.”

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