29. April 2006

Gentechnikfrei (von Ideologie)

Eine rein Technokratische Betrachtung.

Über Gentechnik mag man denken wie man will, auch wie man dies zum Ausdruck bringt sei jemdem selbst überlassen. Es gibt dabei gute und schlechte Wege. Was gut ist sei dahingestellt, aber der denkbar schlechteste Weg ist folgender:

http://de.indymedia.org/2006/04/145056.shtml In der Woche vom 17-21. April wurde ein gentechnischer Freilandversuch der Technischen Universität München von unbekannten Tätern zerstört. Dabei wurde Mineralöl über die Pflanzen gegossen, und es kam zu massiven Umweltschäden. Der Boden musste zum Teil abgetragen werden. Für die radikalen Gentechnikgegner war dies wohl nur ein Collateralschaden. Hierin zeigt sich deren Selbstgefälligkeit und Selbstgerechtigkeit in besonderem maße. Sie sind vollkommen in Ihrer Ideologie gefangen. Umso wichtiger ist es diese Thematik einmal ohne jegliche Ideologie zu betrachten.

Tatsächlich wird in der EU ein erheblicher Überschuss an Lebensmitteln erzeugt, was zu einem Preisverfall auf den Absatzmärkten führt. Um dies zu kompensieren Kauft die EU einen beträchtlichen Teil der Produkte auf und Verschifft sie nach Afrika. Dort ruinieren sie die Preise für die Produkte der heimischen Kleinbauern (etwa 80% der Afrikaner) was deren Verarmung weiter Vorantreibt. Der Großflächige Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen würde bestenfalls zu einer Erhöung der Produktivität und zu einer Steigerung der Überproduktion führen. Darum halte ich die Gentechnik in der Landwirtschaft allgemein für überflüssig. Dagegen halte ich die öffentlich finanzierte Forschung auf diesem Gebiet sehr wichtig.Und dies aus folgenden Gründen: Fast sämtliche Patente auf gentechnisch verändertes Saatgut gehören einigen wenigen Firmen, diese erhalten dadurch eine art Monopolstellung was ein empfindlicher Eingriff in den Wettbewerb ist. Diesen Monopolisten muss etwas entgegengesetzt werden, falls sie eines Tages den Weltmarkt für Saatgut überschwemmen. Denn eins muss allen klar sein, die Globalisierung lässt sich weder aussperren noch abwählen.

28. April 2006

NPD Mahnwache
Gundelfingen ist zwar eine schöne Stadt, aber viel ist dort nicht los. Darum hat es mich zum Studieren nach München verschlagen. München ist dementsprechend groß und man erlebt jeden Tag etwas neues. So ging es mir am Dienstag den 25. April. Es hatte sich an der TU herumgesprochen, dass sich die Münchner NPD zu einer Mahnwache, für den verstorbenen Reinhold Elstner, auf dem Marienplatz trifft. Für alle die ihn nicht kennen: Elstner, ehemaliger SS Angehöriger und Altnazi, hat sich am 25.04.1995 vor der Feldherrenhalle, dort wo 1923 Hitlers Putschversuch von der Bayerischen Polizei Zusammengeschossen wurde, mit Benzin übergossen und angezündet. Ein gutes Beispiel wie weit Extremismus gehen kann. Also packte ich meine Kamera ein und begab mich dort hin. Auf dem Marienplatz war die Polizei gerade damit beschäftigt Absperrungen aufzubauen. Die Absperrung bestand aus einem inneren und einem äußeren Ring, letzteren konnte man nur über die Treppen der U-Bahnstation erreichen, die allerdings von gut einem Dutzend Polizisten bewacht wurde. Das alles erinnerte mich an ein Affengehege. Im Hintergrund waren Xylophonklänge von Alex Jakobowitz, einem jüdischen Musiker aus New York, zu hören. Ebenso schlossen sich einige Menschen zu Chören zusammen und sangen lustige Lieder gegen Nazis. Die Stimmung war ziemlich ausgelassen. Um etwa 19.30 kamen die ersten Rechten an und ich begann zu Photografieren, was dehnen allerdings nicht passte und sie eine Kamera auf mich richteten. Ich sage dazu,”wer sich wie die Affen im Zoo verhält, muss auch Akzeptieren als solcher angesehen zu werden”. Einige Antifas waren natürlich auch zur stelle. Sie vielen in erster Linie durch aggressive Sprüche und entsprechendes Verhalten auf, was natürlich zu Auseinandersetzungen mit der Polizei führte und die gute Stimmung verdarb. Gegen 20.15 war der Spuk auch wieder vorbei.

Und jetzt noch ein Paar Photos:


Wie die Affen im Zoo.

SA Mann.JPG

Dem hat keiner gesagt, dass es die SA nicht mehr gibt.

Und hier das Transparent.

21. April 2006

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Am Ostersonntag ereignete sich in Potsdamm ein furchtbares Verbrechen, an dem aus Äthiopien

stammenden Ermyas M. Der junge Familienvater wurde schwer misshandelt, und erlangete das Bewusstsein noch nicht zurück. Die Tat hatte allem Anschein nach einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Damit nicht genug: Dieser Vorgang veranlasste den CDU Politiker und- das kann doch nicht sein- Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einen derartigen geistigen Durchfall auf seine Zuhöhrer zu ergießen, dass ich mich veranlasst sehe dies hier aufzuarbeiten.

Seiner Ansicht nach würden auch Blonde und Blauäugige-also die arische Herrenrasse- von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit -also Kanacken ähh. Ausländer- angegriffen, und dies sei keineswegs besser. Analysieren wir diesen Satz am besten Stück für Stück:

Ich hege keinen Zweifel daran, dass hellhäutige Menschen in Deutschland opfer von Gewalt wurden, aber, und hier liegt Schäubles Denkfehler, dies gerade nicht wegen ihrer Hautfarbe passierte. Die Schläger schimpften ihr Opfer „Nigger“,was durch Tonaufnahmen belegt ist.

Mir ist bislang noch nicht bekannt, dass dementsprechende Beschimpfungen,gegen hellhäutige, bei unseren Mitbürgern mit schwarzafrikanischer Abstammung die Runde Machen.

Nun zum nächsten Punkt: Ja es gibt Einwanderer in Deutschland die Straftaten begehen.

Das ist lang und breit bekannt und jeder kann sich seinen Teil dazu denken. In diesem Zusammenhang allerdings, klingt es eher wie ein Versuch diese furchtbare Tat zu relativieren.

Allerdings möchte ich Ihm das nicht unterstellen sondern hoffe, dass diese Äußerung auf sein mangelndes Taktgefühl zurückzuführen ist. Also können wir Herrn Schäuble nur raten, erst das Hirn betätigen, dann reden.