Keine Bildungspolitik nach Kassenlage

Keine Bildungspolitik nach Kassenlage
Beim gestrigen Treffen des Juso-Kreisverbandes in Dillingen ging es um das Thema “Büchergeld und Bildung in Bayern”. Stellvertretende Vorsitzende Felicitas Söhner ging dabei auf die aktuelle Problematik des Büchergeldes ein: “Für viele Eltern ist der Schuljahresbeginn eine finanzielle Herausforderung. Nicht nur Schultaschen, Unterrichtsmaterial, Hefte und Stifte müssen gekauft werden. Auch das von der Staatsregierung eingeführte Büchergeld wird in diesen Tagen eingesammelt.” Der SPD-Nachwuchs forderte einstimmig, nicht erst im kommenden Jahr, sondern bereits jetzt das Büchergeld abzuschaffen. Es sei eine Ohrfeige für die Eltern, wenn sie noch ein weiteres Jahr mit dem Büchergeld zur Kasse gebeten werden.
Die Jungsozialisten betonten, dass Bildung in unserem Land immer teurer wird und die finanzielle Belastung der Eltern mittlerweile eine echte Bildungshürde darstellt. “Die zusätzlichen hohen Gebühren für den Besuch von Kindertagesstätten und erforderliche Nachhilfestunden werden dann noch gekrönt durch Studiengebühren”, so der Vorsitzende der Jusos Gundelfingen Robert Schadl. “Eltern in Bayern, die kein finanzielles Polster oder nur ein niedriges Einkommen haben, können sich eine gute Ausbildung für ihre Kinder kaum noch leisten”, merkte Mirjam Steiner hierzu an.
Zentrales Anliegen der Politik sollten jedoch gerechte Bildungschancen für alle Kinder sein, unabhängig von der sozialen Stellung der Eltern. Jan Waschke stellte hier eine berechtigte Frage:”Ist es denn gerecht, dass Bildung in Bayern ganz wesentlich vom Geldbeutel der Eltern abhängt?” Diese soziale Ungerechtigkeit müsse endlich abgeschafft werden, forderte Söhner. Resümee des Abends: “Es muss endlich Schluss sein mit der Bildung nach Kassenlage.”